Asyl und Integration

Asyl und Integration

Wer vor Krieg und Zerstörung flieht, soll bei uns Schutz und auch eine neue Heimat finden. Damit Integration langfristig gelingt, setzen wir Grüne auf frühzeitige Sprach- und Bildungsangebote sowie einen raschen Zugang zum Arbeitsmarkt.


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Meine Beiträge zum Thema:

  • Ein Zufluchtsort für Frauen auf der Flucht

    18. Mai 2016

    34 Frauen und 20 Kinder leben im Moment in der Flüchtlingsunterkunft in München-Ramersdorf, eine Einrichtung speziell für allein reisende oder stark traumatisierte Frauen. Männer haben hier keinen Zutritt. Bei meinem Besuch dort erzählt uns die Teamleiterin des Hauses, Lisa Stölzl, die Geschichte von Alia*, einer Bewohnerin der Einrichtung. Sie ist 24 Jahre alt und stammt aus Syrien. In ihrer Heimat zwangsverheiratet, wurde sie kurz nach der Hochzeit schwanger. Ein Kind von diesem Mann hatte sie nie gewollt. Nach einem Suizidversuch floh sie aus Syrien. Ihr Vater und Ihr Onkel, die selbst geflüchtet waren, verfolgten sie auch in Deutschland und versuchten Alia zur Rückkehr zu ihrem Ehemann zu zwingen. Alia war inzwischen im 5. Monat schwanger. Das Kind wollte sie auf keinen Fall behalten. Zu schrecklich waren die Erlebnisse, die sie damit verband. Als sie erfuhr, dass in Deutschland ein Abbruch in dieser Phase der Schwangerschaft verboten ist, war das ein schwerer Schock. Sie zeigte stark autoaggressives Verhalten. Kinderspielecke in der FrauenflüchtlingsunterkunftNur durch eine enge Zusammenarbeit der Asylsozialberatung, der Frauenhilfe München und der Polizei gelang es, Alia wieder ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln. Der erste Schritt war getan. Mithilfe der Schwangerschaftsberatung von pro familia schaffte Alia es, sich auf ihr neues Leben mit ihrem Kind vorzubereiten. Mittlerweile freut sie sich darauf. Weiterlesen

  • Woher kommt der Terror?

    3. Februar 2016

    Junge Menschen hier bei uns radikalisieren sich – dem müssen wir uns stellen.

    Geradezu triumphierend kommt Thomas Kreuzer wenige Tage nach den Terroranschlägen von Paris im Plenum auf mich zu: „Jetzt ist es soweit!“, sagt der CSU-Fraktionsvorsitzende und raunt bedeutungsschwer:„Unter den Terroristen von Paris war ein in Bayern registrierter Flüchtling“, als wolle er sagen: „Hab ich nicht immer davor gewarnt: Mit den Flüchtlingen kommt der Terror nach Europa.“ Einen Tag später muss Innenminister Herrmann einräumen, dass es sich um eine Falschmeldung gehandelt hat. Ob nur aus Nervositätund Wichtigtuerei oder eine bewusste Instrumentalisierung des Terrors – extrem peinlich war das allemal. Und schädlich, weil damit die grassierende Verunsicherung noch verstärkt wird. Wo die Verunsicherung wächst, da wächst auch das Bedürfnis nach einfachen Antworten und schnell identifizierbaren Schuldigen. Dabei braucht es gerade in aufgeheizten Debatten Klarheit und Vernunft. Das beste Mittel gegen Gerüchte sind Fakten. Deshalb lohnt noch einmal der Blick darauf, was wir offiziell über die Attentäter von Paris wissen. Derzeit wird von neun Terroristen ausgegangen, von denen sieben identifiziert sind. Diese sieben jungen Männer im Alter von 20 bis 31 Jahren sind in Frankreich und Belgien geboren beziehungsweise aufgewachsen. Nahezu alle hielten sich für längere Zeit in Syrien auf. Zwei bisher nicht identifizierte Selbstmordattentäter sind im Oktober 2015 auf der griechischen Insel Leros registriert worden und trugen syrische Pässe bei sich. Die Attentäter sind also hauptsächlich Europäer, ihre Radikalisierung hat in Paris, Straßburg oder Brüssel stattgefunden. Weiterlesen

  • Für ein gutes Klima – Bayern geht voran!

    16. Januar 2016

    Das neue Jahr – es startet meist mit dröhnendem Lärm. Gemeint sind nicht die vielen Raketen und Böller, mit denen Millionen hierzulande den Jahreswechsel einläuten – nein, gemeint ist der lauthalse Krach, den die CSU alljährlich bei ihrer Winterklausur produziert. Mit populistischen Forderungen nach Obergrenzen, Grenzschließungen und schnellen Abschiebungen wurde dieses Jahr solange herumkrakeelt, bis es auch die letzte Zeitung aufgegriffen hatte. Umsetzbarkeit, Rechtsstaatlichkeit oder gar eine konstruktive Lösung der Probleme? Weit gefehlt. Die Lautstärke zählt – das galt für Kreuth schon immer und es gilt immer noch.

    Wir Grüne haben es uns hingegen zur Aufgabe gemacht Bayern voranzubringen. Wir wollen Lösungen entwickeln, die nicht nur gut klingen, sondern die auch wirken und Bayern nachhaltig stärken. Unter dem Motto „Für ein gutes Klima – Bayern geht voran“ ging es also drei Tage lang konkret zur Sache. Und da allen Anzeichen nach auch das Jahr 2016 unter dem Eindruck der Flüchtlingspolitik stehen wird, starteten wir mit zwei wahren Schwergewichten auf diesem Gebiet. Weiterlesen