Margarete Bause, MdL

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2. Dezember 2008

Aktionstag gegen Studiengebühren

"Kinder aus Beamtenfamilien haben in Bayern fünfmal so hohe Chancen studieren zu können als Kinder aus Arbeiterfamilien", sagte Margarete Bause beim Aktionstag gegen Studiengebühren vor der Ludwig-Maximilians-Universität in München. In einem Bundesland, in dem die Bildungsungerechtigkeit so stark ausgeprägt sei wie in Bayern, verschärften Studiengebühren deshalb die soziale Auslese noch zusätzlich.

Die Fraktionssprecherin der Grünen im Landtag hofft, dass die landesweite Aktion der Studierenden - zeitgleich fanden in Erlangen, Nürnberg, Coburg, Regensburg und Augsburg Kungebungen statt - den Druck auf CSU und FDP erhöht, die Petition der Studierenden zur Abschaffung der Studiengebühren im Landtag anzunehmen. "Angesagt ist jetzt eine Ausbauoffensive für Hochschulen. Ebenso muss endlich die Qualität der Lehre verbessert werden". forderte Bause und stellte folgenden Vergleich zum Finanzskandal der Landesbank an. "Diese war bei fast jedem faulen Geschäft weltweit dabei, mit der Folge, dass jetzt ein Kredit von zehn Milliarden Euro aufgenommen werden muss, bei dem jährlich Zinsrückzahlungen von 700 bis 800 Millionen Euro fällig sind. Und dieser Zinsbetrag ist fünf mal so hoch wie die Summe, die die Studierenden jährlich zahlen müssen."

Angesichts dieses Größenwahns der CSU, die sich völlig überhoben und verzockt habe, sei es um so wichtiger, dass jetzt nicht kurzsichtig agiert, sondern umso dringlicher, dass nachhaltig und zukunftsweisend investiert werde.

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