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Im Bild: Margarete Bause im Gespräch mit der schwarz-grünen Hamburger Regierung: Michael Gwosdz (MdHB) von den Grünen (Mitte) und Marino Freistedt (MdHB) von der CDU
In Hamburg geschieht, was sich die Grünen für Bayern schon lange wünschen: Hamburgs Bildungslandschaft entwickelt sich – sie verändert sich für die Zukunft. Die Fraktion wollte sich vor Ort ein Bild von der konkreten Umsetzung der Schuloffensive (2008-2012) machen und herausfinden, wie unter schwarz-grüner Regierung an der Elbe die Reform gemeinsam realisiert wird.
Die Schulreform besteht aus drei Säulen: der Neuordnung der Schulstrukturen, Implementierung moderner und zeitgemäßer Pädagogik und die Verwirklichung von unterstützenden Rahmenbedingungen. Der gesamte Entwicklungsprozess ist eingebettet in eine Kommunikationskulisse – in so genannten regionalen Schulentwicklungskonferenzen werden von VertreterInnen aller Akteure Empfehlungen entwickelt.
Ab 2010 gibt es ein zukunftsweisendes Angebot aus sechsjähriger Primarschule und siebenjährigen "Stadtteilschulen"; daneben bestehen Gymnasien von Klasse 7 bis 12. Bei den Stadtteilschulen geht es nicht nur um längeres gemeinsames Lernen, sondern um anderes Lernen. Jede Schule bildet für sich eine starke Schule mit starkem Profil. Damit mehr Schülerinnen und Schüler bessere und höhere Abschlüsse erreichen können, brauchen sie besseren Unterricht und ein längeres gemeinsames Lernen.

In Gesprächen mit der Schulsenatorin Christa Goetsch, Vertretern der CDU-Fraktion, der Lehrerkammer und der Elternkammer, hatten die Vertreterinnen und Vertreter der Bayerischen Landtagsfraktion die Möglichkeit, den Schulentwicklungsprozess aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen stehen in Hamburg in ihrer Mehrheit hinter der Reform und befürworten die Herstellung eines gerechten und lernfördernden Bildungssystems.
Zwischen CDU und GAL bestand von Anfang an Konsens hinsichtlich des Ziels, dass für alle gerechte Bildungschancen geschaffen werden müssen. Neben dem längeren gemeinsamen Lernen sehen die Koalitionspartner in einem konsequent individualisierten Unterricht die beste Möglichkeit, um die SchülerInnen entsprechend ihrem Leistungsvermögen zu fördern und zu fordern.
Die Landtagsgrünen wünschen sich auch für Bayern Bedingungen, damit Kinder lernen können, wie es die heutige Zeit erfordere. "Die CSU muss endlich ihre Wahrnehmungs- und Lernblockaden überwinden und sich ein Beispiel an der CDU Hamburg nehmen", fordern die Fraktionsvorsitzende Margarete Bause und der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring.

Im Bild: Thomas Gehring, schulpolitischer Sprecher der bayerischen Grünen und eine Vertreterin der Lehrerkammer als aufmerksame Zuhörer
Dort habe sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Schulen alle Kindern fördern müssen und nicht nur die aus dem Bildungsbürgertum. Eine Qualitätsverbesserung in der bayerischen Bildungslandschaft werde es nur gemeinsam mit einer Strukturveränderung geben. Margarete Bause:"Wir fordern deshalb unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen Hamburg und Bayern für den Freistaat eine Öffnungsklausel und die Zusammenlegung von Haupt-, Realschulen und Gymnasien in der regionalen Bildungsplanung".