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"In kaum einem anderen Land kommen Unternehmen und Gründer so schwer an Kapital für Innovationsprojekte wie in Deutschland". Zu dieser Bewertung kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in seinem "Innovationsindikator 2009" und stellt fest, dass Deutschland mittlerweile von 17 untersuchten Ländern vom in Sachen Bildung auf Rang 12, in Sachen Finanzierung von Innovationen auf Platz 15 zurückgefallen ist. Zum Auftakt ihrer Reihe "Finanzen von Morgen" hat die Fraktion deshalb zusammen mit ExpertInnen nach Antworten auf die Fragen gesucht, wie es um die aktuelle Förderpraxis in Bayern bestellt ist und vor allem, was sich ändern muss, damit Existenzgründer und mutige UnternehmerInnen leichter und schneller zu soliden Finanzierungsmodellen kommen.
Sieben Gäste befragte die Fraktionsvorsitzende Margarete Bause zu ihrer Einschätzung, wie das Manko Finanzierung von Innovation am besten beseitigt werden könnte. V.l.n.r.: Andreas Buchner, Geschäftsführer Communicatio GmbH, Josef Brunner, Gründer und Geschäftsführer von Greenology Solutions GmbH, Olaf Jacobi, Partner Target Partners GmbH, Thomas Müsch, vom Vorstand der STEMAS AG, Christine Scheel, Mittelstandsbeauftragte der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Prof. Rudolf Faltermeier, Vizepräsident des Sparkassenverbandes Bayern und Christine Beck, LfA Förderbank.
Mehr und bessere Bildung - in Schulen wie in Universitäten - und ein anderes Klima in der Forschung sind zuallererst nötig, damit innovative Unternehmen in Zukunft eine bessere Ausgangslage in Deutschland finden. Unabdingbar ist aber auch, dass der bislang eingeschränkte Innovationsbegriff - der viel zu eng auf technische Fragen bezogen ist - ausgeweitet wird auf gesellschaftliche, soziale und kulturelle Innovationen, ebenso wie auf den Dienstleistungssektor.
Und auch diese beide Bereiche sind Stolperschwellen auf dem Weg in eine zukunftsorientierte Förderpraxis: Zum einen die überbordende Bürokratie mit ihren ausufernden Bestimmungen für Anträge. Und der fast undurchschaubare Dschungel an Fördertöpfen, der in Deutschland mit 1500 verschiedene Möglichkeiten für Verwirrung sorgt. Darüber hinaus muss es in Zukunft auch eine steuerliche Gleichbehandlung von Eigen- und Fremdkapital geben.