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München (9.9.2008). Die Landtagsgrünen haben den fortgesetzten Atomkurs der Staatsregierung heftig kritisiert: "Die Staatsregierung macht sich mit ihrer Pro-Atom-Politik zur willfährigen Erfüllungsgehilfin der großen Energiekonzerne". kritisierte die Fraktionsvorsitzende Margarete Bause. Eine längere Laufzeit der Reaktoren werde weder billigeren Strom, noch einen beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien bringen: "Je länger die Betreiber ihre abgeschriebenen Atomkraftwerke laufen lassen können, desto weniger lohnt sich für sie die Investition in neue Energiequellen."
Stattdessen werde nur das Risiko atomarer Unfälle und die Menge des radioaktiven Abfalls potenziert, warnt Margarete Bause: "Der Atomskandal um das Versuchsendlager Asse hat doch gezeigt, dass der Umgang mit Atommüll bislang ein ungelöstes Problem darstellt. Auch das geplante Endlager in Gorleben ist mit den alarmierenden Ereignissen in Asse fragwürdiger denn je geworden." Auch in Gorleben sollen Salzschichten den atomaren Müll abschirmen. Doch gerade am ehemaligen Salzbergwerk Asse habe sich gezeigt, dass ein Salzstock keine Garantie geben könne, Menschen und Umwelt sicher und dauerhaft vor den atomaren Abfällen zu schützen. "Es ist für uns der Gipfel der Unverfrorenheit, dass sich die Staatsregierung auch nach dem Skandal um Asse unbeirrt hinstellt und den Menschen weiterhin vorgaukelt, man könne problem- und bedenkenlos noch mehr Atommüll produzieren." Schon eine Laufzeitverlängerung um 8 Jahre würde die Menge der abgebrannten Brennelemente um 31 Prozent erhöhen. Margarete Bause: "Die Staatsregierung muss endlich aufhören, die Menschen mit ihrer dreisten Atompropaganda hinters Licht zu führen. Bayern braucht eine echte Energiewende und keinen Rolle rückwärts ins Atomzeitalter."
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