Margarete Bause, MdL

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25. September 2008

Keine Rolle rückwärts beim Klimaschutz

CSU verschließt Augen vor dem Klimawandel - geringerer CO2-Ausstoß schwächt nicht die Wettbewerbsfähigkeit

München (bea). Die Grünen im Bayerischen Landtag begrüßen die Entscheidung des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments zur Reduzierung von CO2-Emissionen bei PKW. "Die klaren Vorgaben sorgen endlich für effektive Klimaschutzmaßnahmen  und nützen in Zeiten hoher Spritpreise auch den VerbraucherInnen", erklärt Fraktionsvorsitzende Margarete Bause. Die Polemik von Ministerpräsident Beckstein, der die Entscheidung als industriefeindlichen Beschluss der sozialistischen Ausschussmehrheit bezeichnete, sei ein weiteres Indiz für den schwindenden Realitätsverlust der CSU.

"Der Klimawandel ist längst da. Doch anstatt die bayerische Autoindustrie dazu zu bringen, sich endlich darauf einzustellen, verbreitet Beckstein die Mär, dass ein geringerer CO2-Ausstoß die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Automobilindustrie schwächt. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall." Denn der Einbruch der bayerischen Automobilbranche am internationalen Markt sei gerade auf das Angebot von nicht umweltfreundlichen KFZ zurückzuführen. Margarete Bause: "Die Menschen wollen keine großen Spritfresser mehr und die bayerische Automobilbranche muss sich endlich auf den veränderten Markt einstellen, denn darin liegt die Zukunft."

Die bayerische Automobilbranche habe außerdem  lange genug Zeit gehabt, um sich auf den Klimawandel einzustellen. "Die Autoindustrie hat sich schon 1998 freiwillig dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2008 den CO2-Ausstoß bei Neuwagen auf 140 g/km zu begrenzen – aber nichts ist passiert."

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