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München/Glonn (sip). Zur Nominierung von Horst Seehofer für das Amt des Ministerpräsidenten erklären die Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Margarete Bause und Sepp Daxenberger:
"Das Tollhaus, in das sich die CSU seit ihrem Wahldebakel verwandelt hat, ist immer noch für eine Steigerung gut: Ausgerechnet Horst Seehofer, gegen dessen Vormarsch die CSU-Fraktion noch vor einem Jahr die Knoblauchzehen an die Landtagstore hängte, haben die Abgeordneten jetzt als neuen Heilsbringer auf den Schild gehoben.
Seehofer ist kein Neuanfang, sondern das letzte Aufgebot einer abgewirtschafteten Partei. Er ist das personifizierte "Weiter so". Was für ein Wetterfähnchen der neue starke Mann der CSU ist, hat Seehofer nicht zuletzt beim Thema Gentechnik gezeigt: Keine klaren Positionen, nur starke Posen und eine gehörige Portion Populismus. Mit diesem Ministerpräsidenten wird es der CSU nun wirklich nicht gelingen, das verlorene Wählervertrauen zurück zu gewinnen."