Geberkonferenz für den Jemen

01.03.2021
Margarete Bause

Zur internationalen Geberkonferenz für den Jemen erklären Margarete Bause, Sprecherin für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, und Omid Nouripour, Sprecher für Außenpolitik:

"Im Jemen ereignet sich die derzeit schlimmste humanitäre Katastrophe weltweit. Mindestens 400.000 Kinder sind laut UNICEF vom Hungertod bedroht. Die Bombardierung von Schulen und die Rekrutierung von Kindersoldaten verschlimmern die ohnehin dramatische Lage der Kinder im Jemen noch mehr. Daher reicht eine nur geringfügige Aufstockung der humanitären Hilfen um gerade mal zwei Millionen Euro nicht aus. Vielmehr muss die Bundesregierung das Leid der Menschen im Jemen nun mit einer deutlich stärkeren Erhöhung dieser Hilfen lindern. Überdies müssen die für den Jemen zur Verfügung gestellten Mittel flexibler und langfristiger ausgerichtet werden, und sie sollten auch verstärkt in Projekte zur Konfliktlösung fließen. Daneben muss die Bundesregierung mit Nachdruck auf alle Konfliktparteien einwirken, den Zugang für humanitäre Hilfe in sämtliche Teile des Landes zu gewährleisten und Angriffe auf humanitäre Organisationen oder die Behinderung ihrer Arbeit zu unterlassen. Außerdem sollte die neue Nah- und Mittelost-Strategie von US-Präsident Biden auch die Bundesregierung veranlassen, sich jetzt endlich aktiv und zusammen mit den USA für inklusivere und damit repräsentativere Waffenstillstands- und Friedensgespräche einzusetzen. Dass die Bundesregierung einige der am Jemenkrieg beteiligten Staaten wie Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Saudi-Arabien und Iran, zudem bis heute nicht klar als solche benennt, ist beschämend. Dasselbe gilt für deutsche Rüstungsexporte in die VAE und nach Ägypten, die entgegen dem eigenen Koalitionsvertrag bis heute fortgesetzt werden."

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

Diese Weisheit Mahatma Gandhis ist ein treffendes Motto für meine politische Erfahrung. Seit 30 Jahren kämpfe ich zusammen mit den bayerischen Grünen für Ökologie und Gleichberechtigung, für Nachhaltigkeit und Teilhabe, für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – jetzt auch in Berlin.

Wir sind noch nicht am Ziel, aber auf einem guten Weg. Ich freue mich über Begegnungen und Austausch mit Ihnen bei Veranstaltungen vor Ort, auf Twitter oder auf meiner Facebook-Seite.

  • Margarete Bause mit Ai Wei Wei
  • Kundgebung der Grünen in den 80ern
  • Spielkarte
  • Margarete Bause trifft bei Protest gegen Rüstungsgeschäfte der bayerischen Landesbank auf Günter Beckstein
„Wo Bause ist, ist Ärger.“Horst Seehofer im Bayerischen Rundfunk

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In vielen Staaten werden Menschen, die die Menschenrechte verteidigen, selbst Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Besonders bedroht sind Rechtsanwält*innen, Journalist*innen, Gewerkschafter*innen, Umweltschützer*innen sowie Vertreter*innen von Frauenorganisationen, von ethnischen und religiösen Minderheiten und indigenen Völkern. Im Rahmen des Bundestagsprogramms Parlamentarier*innen schützen Parlamentarier*innen, leisten wir Abgeordnete einen Beitrag zum Schutz und zur Förderung der Menschenrechte im Ausland und praktizieren damit Solidarität zwischen deutschen und ausländischen Parlamentarier*innenn sowie Menschenrechtsverteidiger*innen.

Im Rahmen des PSP-Programms und anderer Patenschaftsprogramme unterstütze ich mehrere engagierte Menschenrechtsverteidiger*innen.