Mit deutschen Fördergeldern darf keine Zensur unterstützt werden.

Zu Berichten, Passagen des Künstlers Ai Weiwei seien auf Druck Chinas aus dem Film Berlin, "I Love You" entfernt worden, erklären Margarete Bause, Sprecherin für Menschenrechtspolitik, und Erhard Grundl, Sprecher für Kulturpolitik:

19.02.2019

Wenn China indirekt oder gar direkt Druck auf Kulturschaffende ausübt, ihre Werke zu zensieren, wie gerade anlässlich des Episodenfilms "Berlin, I Love You" mit einem Beitrag von Ai Weiwei geschehen, muss uns das alle alarmieren. Immer stärker geht die Führung in Peking dazu über, Politiker und Unternehmen weltweit zu bedrängen und Einfluss auf ihre Entscheidungen zu nehmen. Genau wie bereits wir Abgeordnete des Deutschen Bundestags uns im vergangenen November gegen die massiven Drohungen aus Peking wegen unserer China-Initiativen verwahrt haben, müssen sich auch Intellektuelle, Kulturschaffende und die Wirtschaft solchen Pressionen entgegenstemmen. Selbstzensur aus vorauseilendem Gehorsam darf es nicht geben. Sonst hätten all jene in Peking schon gewonnen, die die Kunst- und Meinungsfreiheit und die Menschenrechte einschränken wollen. Angesichts der Tatsache, dass "Berlin, I Love You" mit öffentlichen Mitteln aus Deutschland gefördert wurde, kann die Botschaft nur lauten: Mit deutschen Fördergeldern darf keine Zensur unterstützt werden.


Bild und Pressestatement in Zusammenarbeit mit Erhard Grundl

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

Diese Weisheit Mahatma Gandhis ist ein treffendes Motto für meine politische Erfahrung. Seit 30 Jahren kämpfe ich zusammen mit den bayerischen Grünen für Ökologie und Gleichberechtigung, für Nachhaltigkeit und Teilhabe, für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – jetzt auch in Berlin.

Wir sind noch nicht am Ziel, aber auf einem guten Weg. Ich freue mich über Begegnungen und Austausch mit Ihnen bei Veranstaltungen vor Ort, auf Twitter oder auf meiner Facebook-Seite.

  • Margarete Bause mit Ai Wei Wei
  • Kundgebung der Grünen in den 80ern
  • Spielkarte
  • Margarete Bause trifft bei Protest gegen Rüstungsgeschäfte der bayerischen Landesbank auf Günter Beckstein
„Wo Bause ist, ist Ärger.“Horst Seehofer im Bayerischen Rundfunk

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