Sacharow-Preis für Ilham Tohti: Die Welt darf bei Unterdrückung nicht wegschauen

24.10.2019

Zur Vergabe des diesjährigen Sacharow-Preises an Ilham Tohti erklärt Margarete Bause, Sprecherin für Menschenrechte und humanitäre Hilfe:

Ilham Tohti ist ein herausragendes Beispiel für gewaltfreien Einsatz für die Rechte und die Kultur des uigurischen Volkes in China. Die Auszeichnung für ihn ist ein starkes Signal dafür, dass die Welt bei Willkür und Unterdrückung nicht wegschauen darf. Der Preis ist auch ein klares Zeichen an die Führung in Peking, das menschenverachtende Vorgehen gegen die Uiguren und andere Minderheiten zu beenden und Menschenrechtsverteidiger wie Ilham Tohti freizulassen.

Die chinesische Regierung lässt Oppositionelle verschwinden, sie erstickt das Gedenken an das Tiananmen-Massaker im Juni 1989 und droht der Reformbewegung in Hongkong unverhohlen mit militärischer Gewalt.

Der Sacharow-Preis ist eine Verpflichtung für Europa und Deutschland, gegenüber der Volksrepublik China geschlossen aufzutreten und die Einhaltung von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit zur Grundlage unserer gemeinsamen Beziehungen zu machen.

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

Diese Weisheit Mahatma Gandhis ist ein treffendes Motto für meine politische Erfahrung. Seit 30 Jahren kämpfe ich zusammen mit den bayerischen Grünen für Ökologie und Gleichberechtigung, für Nachhaltigkeit und Teilhabe, für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – jetzt auch in Berlin.

Wir sind noch nicht am Ziel, aber auf einem guten Weg. Ich freue mich über Begegnungen und Austausch mit Ihnen bei Veranstaltungen vor Ort, auf Twitter oder auf meiner Facebook-Seite.

  • Margarete Bause mit Ai Wei Wei
  • Kundgebung der Grünen in den 80ern
  • Spielkarte
  • Margarete Bause trifft bei Protest gegen Rüstungsgeschäfte der bayerischen Landesbank auf Günter Beckstein
„Wo Bause ist, ist Ärger.“Horst Seehofer im Bayerischen Rundfunk

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In vielen Staaten werden Menschen, die die Menschenrechte verteidigen, selbst Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Besonders bedroht sind Rechtsanwält*innen, Journalist*innen, Gewerkschafter*innen, Umweltschützer*innen sowie Vertreter*innen von Frauenorganisationen, von ethnischen und religiösen Minderheiten und indigenen Völkern. Im Rahmen des Bundestagsprogramms Parlamentarier*innen schützen Parlamentarier*innen, leisten wir Abgeordnete einen Beitrag zum Schutz und zur Förderung der Menschenrechte im Ausland und praktizieren damit Solidarität zwischen deutschen und ausländischen Parlamentarier*innenn sowie Menschenrechtsverteidiger*innen.

Im Rahmen des PSP-Programms und anderer Patenschaftsprogramme unterstütze ich mehrere engagierte Menschenrechtsverteidiger*innen.