Margarete Bause zu Äußerungen von VW-Vorstandschef Diess zu Umerziehungslagern in China

17.04.2019
Margarete Bause

Die Äußerungen des VW-Vorstandschefs sind schockierend. Führende Menschenrechtsorganisationen, ebenso die Hochkommissarin für Menschenrechte, prangern seit Monaten an, dass in der chinesischen Provinz Xinjiang Angehörige religiöser Minderheiten inhaftiert, schwerster Gehirnwäsche unterzogen und gefoltert werden. Auch die Bundesregierung hat die dortigen Umerziehungslager kritisiert. Wenn Herr Diess sich jetzt ausgerechnet in China stolz darüber zeigt, Arbeitsplätze in dieser Region zu schaffen und vorgibt, von Umerziehungslagern nichts zu wissen, ist dies der blanke Zynismus. Unternehmen tragen Verantwortung für ihr Handeln - auf dem Heimatmarkt und weltweit. Der VW-Vorstandschef tritt diese Verantwortung mit Füßen und macht sich zum Komplizen der chinesischen Propaganda.

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

Diese Weisheit Mahatma Gandhis ist ein treffendes Motto für meine politische Erfahrung. Seit 30 Jahren kämpfe ich zusammen mit den bayerischen Grünen für Ökologie und Gleichberechtigung, für Nachhaltigkeit und Teilhabe, für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – jetzt auch in Berlin.

Wir sind noch nicht am Ziel, aber auf einem guten Weg. Ich freue mich über Begegnungen und Austausch mit Ihnen bei Veranstaltungen vor Ort, auf Twitter oder auf meiner Facebook-Seite.

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