Humanitäre Hilfe

Etwa 136 Millionen Menschen weltweit sind im Jahr 2018 auf humanitäre Hilfe angewiesen; das sind 5% mehr als noch im Vorjahr. Diese Menschen sind Überlebende von Krieg, Flucht und Vertreibung, von Dürren und Überschwemmungen oder von Epidemien wie Ebola. Ziel humanitärer Hilfe ist es, die unmittelbare Not all dieser Menschen zu lindern. Durchgeführt wird sie von den Hilfswerken der Vereinten Nationen, der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung sowie Nicht-Regierungsorganisationen. In vielen Fällen agieren humanitäre Hilfsorganisationen in hoch politisierten Kontexten, wie bewaffneten Konflikten. Um auch in diesen Situation Leid und Not aller Beteiligten zu mindern, wird die humanitäre Hilfe von den Grundsätzen der Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit geleitet.

Mit großer Besorgnis beobachten wir, dass humanitäre Helfer*innen immer häufiger selbst zum Ziel von Angriffen werden. Allein 2017 wurden 155 Mitarbeiter*innen von Hilfsorganisationen getötet und 171 verletzt. Ein weiteres Problem ist, dass es immer mehr langanhaltende Konflikte gibt und Konfliktursachen zunehmend komplexer werden. Das stellt auch humanitäre Hilfsmaßnahmen vor neue Herausforderungen. Hinzukommt, dass humanitäre Hilfe weltweit chronisch unterfinanziert ist – Ende 2018 ist nicht einmal die Hälfte des weltweiten Bedarfs gedeckt. Dieser finanzielle Engpass gilt insbesondere für sogenannte  „vergessene Krisen“ - also Konflikte die kaum in der Öffentlichkeit präsent sind.

Als menschenrechtspolitische Sprecherin meiner Fraktion und Obfrau im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe mache ich mich dafür stark, humanitäre Hilfe an diese Veränderungen anzupassen. Das heißt konkret, dass Maßnahmen der humanitären Hilfe nicht mehr nur reaktiv sondern verstärkt vorausschauend und strategisch eingesetzt werden muss. Humanitäre Hilfe ist ein wichtiges Instrument, um eine Gesellschaft dahingehend zu stärken, dass zukünftigen Konflikten und Krisen vorgebeugt werden kann. In diesem Zusammenhang setzte ich mich im Namen meiner Fraktion für mehr Planungssicherheit für humanitäre Organisationen durch einen angemessenen Haushaltsansatz und einen größeren Anteil nicht zweckgebundener Mittel ein.

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

Diese Weisheit Mahatma Gandhis ist ein treffendes Motto für meine politische Erfahrung. Seit 30 Jahren kämpfe ich zusammen mit den bayerischen Grünen für Ökologie und Gleichberechtigung, für Nachhaltigkeit und Teilhabe, für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – jetzt auch in Berlin.

Wir sind noch nicht am Ziel, aber auf einem guten Weg. Ich freue mich über Begegnungen und Austausch mit Ihnen bei Veranstaltungen vor Ort, auf Twitter oder auf meiner Facebook-Seite.

  • Margarete Bause mit Ai Wei Wei
  • Kundgebung der Grünen in den 80ern
  • Spielkarte
  • Margarete Bause trifft bei Protest gegen Rüstungsgeschäfte der bayerischen Landesbank auf Günter Beckstein
„Wo Bause ist, ist Ärger.“Horst Seehofer im Bayerischen Rundfunk